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2021年5月末、クラウス・クンツマン(ドルトムント大名誉教授)氏より、COVID-19下のドイツにおける、文化への公的支援に関するコメントをいただきましたので、ご紹介いたします。

■原文


Mit dem Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen sollen Kulturveranstalter ermutigt werden, Veranstaltungen zu planen und vertragliche Verpflichtungen einzugehen, auch wenn die Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie voraussichtlich nicht kostendeckend bzw. mit Gewinn durchgeführt werden können. Das gilt für öffentliche und öffentlich-geförderte Veranstaltungen, bei denen die öffentliche Förderung nur einen Teil der Kosten deckt und die Deckungslücke durch Eintrittsgelder erwirtschaftet werden muss. Das trifft auf privatwirtschaftliche Veranstalter zu, die die gesamten Kosten aus Eintrittsgeldern finanzieren und als Unternehmen einen Gewinn erwirtschaften müssen. Ebenfalls einbezogen sind Vereine, die ihre Veranstaltungen kostendeckend durchführen müssen.


Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen knüpft damit an die Überbrückungshilfen an, die privatwirtschaftlichen Unternehmen in der Corona-Pandemie die Fortexistenz sichern sollten. Sie sollten insbesondere den Unternehmen ein Überwintern in der Corona-Pandemie ermöglichen. Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen setzt weiter bei NEUSTART KULTUR an. Hier wurde speziell mit den pandemiebedingten Investitionen die Ertüchtigung von Veranstaltungsorten unterstützt und mit der Programmförderung die Erarbeitung von Programmen gefördert. Ferner unterstützt er jene Kulturveranstalter, die dank einer Länderförderung sich auf die Wiedereröffnung vorbereiten konnten.


Es ist insofern folgerichtig, dass der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen zu einem Zeitpunkt aufgelegt wird, an dem absehbar ist, dass wieder Veranstaltungen stattfinden können. Er richtet sich an Kulturveranstalter aller Rechtsformen sowie an öffentliche Kultureinrichtungen.


Unterstützt werden Veranstalter folgender Kulturveranstaltungen: Theater, Musical, Tanz, Puppen-, Figuren- und Objekttheater, Varité, künstlerischer Zirkus ohne Tierdarbietungen, Kleinkunst, Konzerte einschließlich Live-Musik mit kuratiertem Musikprogramm, Vorführungen in den Bereichen Film und Medien, Ausstellungen (Bildende Kunst, natur- und kulturhistorische Ausstellungen, Ausstellungen der Erinnerungskultur), Lesungen, Festivals aller Kunstsparten und spartenübergreifende Kulturveranstaltungen.


Die Voraussetzungen sind:

erstens, dass für die Veranstaltung Eintrittsgeld erhoben wird,

zweitens, dass coronabedingt weniger Tickets verkauft werden können als der Raum an Kapazität bietet.

Der Sonderfonds besteht aus zwei Bausteinen:

Eine Wirtschaftlichkeitshilfe soll kleinere Veranstaltungen fördern, die ab dem 01. Juli 2021 durchgeführt werden und an denen unter Beachtung coronabedingter Hygienebestimmungen bis zu 500 Besucher teilnehmen. Ab dem 01. August 2021 werden Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Besuchern gefördert. Durch eine Bezuschussung der Einnahmen aus Ticketverkäufen werden so die wirtschaftlichen Risiken reduziert und die Planbarkeit und Durchführbarkeit von Veranstaltungen verbessert.


Daneben stellt der Sonderfonds, höchstwahrscheinlich ab dem 01. September 2021, eine Ausfallabsicherung bereit, die Kulturveranstaltungen ab 2.000 Besucherinnen und Besuchern dadurch Planungssicherheit verschafft, dass im Falle coronabedingter Absagen, Teilabsagen oder Verschiebungen von Veranstaltungen ein Teil der Ausfallkosten durch den Fonds übernommen wird.


Es bestehen allerdings noch einige nicht unbeträchtliche Hindernisse bei der Umsetzung des Sonderfonds für Kulturveranstaltungen, die hoffentlich bis zum Start der Wirtschaftlichkeitshilfe Anfang Juli und der Ausfallabsicherung Anfang September aus dem Weg geräumt werden können.


Besonders wichtig ist, dass die Antragssteller einen rechtsicheren Bescheid über die Wirtschaftlichkeitshilfe oder die Ausfallabsicherung unmittelbar nach der Antragsstellung erhalten. Nur so kann verantwortlich das unternehmerische Risiko zur Durchführung einer Kulturveranstaltung unter strengen Hygienebedingungen eingegangen werden. Das ist bislang nicht vorgesehen. Vertrauen in den Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen kann nur entstehen, wenn auch klar ist, dass die Antragsteller auch die Mittel erhalten. Eine reine Registrierung ohne weitere Zusicherung, dass auch Hilfen gewährt werden, wird dies Vertrauen nicht schaffen. Zumal den Veranstaltern auferlegt wird, mögliche Vertragspartner über die Registrierung beim Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen zu informieren.


Ein weiteres Hindernis ist der Zeitraum. Bislang ist der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen nur bis zum 31. Dezember 2021 geplant. Dies ist ein viel zu kurzer Zeitraum. Zumal jetzt noch nicht abzusehen ist, ob ab dem kommenden Jahr wieder Veranstaltungen in gewohnter Größenordnung stattfinden können.


Umständlich erscheint derzeit, dass Tourneeveranstalter in jedem Bundesland, in dem eine Veranstaltung stattfindet, einen Antrag auf Wirtschaftlichkeitshilfe stellen muss. Das könnte bedeuten, dass beispielsweise für eine Tournee einer Band durch 16 Bundesländer, 16 Anträge auf Wirtschaftlichkeitshilfe gestellt werden müssen. Hier scheint noch Nachbesserungsbedarf vor allem mit Blick auf bürokratische Hürden zu bestehen.


Ein besonderer Pferdefuß ist aus meiner Sicht, dass die Wirtschaftlichkeitshilfe nur für Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Teilnehmern beantragt werden kann und hier nur 1.000 Tickets bezuschusst werden. Das ist insbesondere für größere privatwirtschaftliche Veranstalter ein erheblicher Nachteil bei der Planung von Veranstaltungen. Sie kommen in der Regel ohne öffentliche Förderung aus. D. h. die Ticketeinnahmen müssen alle Kosten decken und eine Gewinnmarge enthalten. Wenn, coronabedingt, weniger Tickets verkauft werden können, ist es nicht möglich kostendeckend zu arbeiten und schon gar nicht einen Gewinn zu erwirtschaften, um die in 14 Monaten entstandenen Verluste auszugleichen. Hier besteht eine beträchtliche Benachteiligung der Kultur- und Kreativwirtschaft. Das ist vor allem vor dem Hintergrund, dass privatwirtschaftliche Unternehmen im Gegensatz zu öffentlichen, deren Tickets vielfach umsatzsteuerbefreit sind, umsatzsteuerbelegte Tickets verkaufen und sie zusätzlich gewerbesteuerpflichtig sind. Volkswirtschaftlich sollte daher ein Interesse bestehen, größeren Unternehmen, die ihrerseits zum Steueraufkommen einen Beitrag leisten, wieder auf die Beine zu helfen.


■www.DeepL.com/Translator(無料版)での翻訳


文化イベントのための連邦特別基金は、コロナ・パンデミックの影響でイベントの費用や利益が見込めなくても、文化機関の主催者がイベントを企画したり、契約を結んだりすることを奨励するためのものです。これは、公的資金が費用の一部しかカバーしておらず、カバーしきれない分を入場料で捻出しなければならないような公営・公営競技に適用されます。これは、入場料ですべての費用を賄う民間のイベント主催者にも当てはまり、ビジネスとして利益を上げなければなりません。また、イベントにかかる費用を負担しなければならない団体も含まれます。


文化イベントのための連邦政府の特別基金は、このように、コロナ・パンデミックの際に民間企業の存続を保証するために行われたブリッジング・エイドとつながっている。特に、コロナパンデミックの際には、ビジネスを冬眠させることを目的としていた。連邦政府による文化イベントのための特別基金は「NEUSTART KULTUR」で継続されています。ここでは、パンデミック関連の投資は特に会場のアップグレードを支援するために使用され、プログラム資金はプログラムの開発を支援するために使用されました。また、州の助成金のおかげで再開の準備ができた文化イベントの主催者も支援しています。


この点、文化イベントのための連邦特別基金は、イベントが再び開催されることが予見できる時期に設立されるべきであると論理的に考えられます。これは、あらゆる法的形態の文化団体および公的文化機関を対象としています。


以下のような文化イベントの主催者に支援を行います。演劇、ミュージカル、ダンス、人形劇、フィギア劇、オブジェ劇、ボードビル、動物を使わない芸術的サーカス、キャバレー、厳選された音楽プログラムによるライブを含むコンサート、映画・メディア分野の上映会、展覧会(視覚芸術、自然史・文化史の展覧会、記念文化の展覧会)、朗読会、あらゆる芸術分野のフェスティバル、学際的な文化イベント。


その条件は

まず、入場料が発生すること。

2つ目は、コロナの影響でチケットの販売枚数が会場の収容人数より少ないこと。

特別基金は2つの構成要素で構成されています。

実行可能性補助金は、2021年7月1日以降に開催され、コロナ関連の衛生規制の対象となる500人までの参加者を対象とした小規模イベントを支援するものです。2021年8月1日からは、来場者数2,000人までのイベントに補助金が出るようになります。チケット販売による収入を補助することで、経済的なリスクを軽減し、イベントの企画性や実現性を高めることができます。


また、2021年9月1日からは、特別基金によるキャンセル保証が実施される予定です。これにより、2,000人以上の来場者がある文化イベントでは、コロナの影響でイベントが中止、一部中止、延期になった場合、キャンセル費用の一部が基金によってカバーされるため、安心して企画を進めることができます。

クラウス・クンツマン博士

Klaus R. Kunzmann

Dr.techn. Dipl.Ing. HonDLitt (Newcastle) Professor emeritus TU Dortmund

Prof. Klaus R. Kunzmann was professor at the School of Planning and Director of Research of the Institut für Raumplanung at Universität Dortmund and he held the Jean Monnet Chair of Spatial Planning in Europe until his retirement. He received a Honorary PhD from the University of Newcastle-upon-Tyne, is honorary professor of the Bartlett School of Planning at the University College London and visiting professor of the Dong Nam University in Nanjing/ China. As visiting professor he has taught at many universities in Europe, the US and in China. He published numerous books and articles on creative and cultural industries, territorial planning in Europe and China, regional restructuring, the role of culture in urban development, and on creative, knowledge and smart city development.




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文化政策コース

特別セミナー2021文化を巡る政策最前線

各分野における専門家をお招きし、本学学生を対象に下記要領で特別セミナーを開催します。第74回は「都市は文化(アート)でよみがえる」をテーマにお話をお伺いいたします。

【第74回 開催概要】 ■日 時  2021年 6月 17日(木)18:30-20:00 ■会 場  Zoom ■講 師  大林 剛郎 氏(株式会社大林組 代表取締役会長)

■題 目 「都市は文化(アート)でよみがえる」 ■内 容 

今日、都市再生において、文化(アート)の役割に大きな注目が集まっている。フェスティバルや旗艦施設などの誘客力への期待も大きい。しかしながら、アートは一過性のイベント、あるいは地域と切り離された存在ではなく、生活の中に組み込まれ、人々の日々の暮らしから生まれてくるものでもある。そして、アートをはぐくむ試みには文化に関わる人々だけでなく、各分野のリーダーを巻き込みながら、国内外で多くの努力がはらわれてきた。本セミナーでは、日本を代表する企業トップであり、アートコレクターとしても著名な大林 剛郎 氏(株式会社大林組 代表取締役会長)を招いて、豊富な事例紹介を踏まえつつ、アートと都市の関係について議論する。



【お申込みその他】

■参加費 無料

■〆 切 2021年 6月7日(月)

■言 語 日本語

■対 象 本講義受講生 他

     大林 剛郎「都市は文化でよみがえる (集英社新書) 」を読了の上、ご参加ください。

■主 催 政策研究大学院公共政策プログラム文化政策コース 

     ディレクター・教授 垣内恵美子



#政策最前線 #文化政策 #セミナー

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令和3年度 文化庁 大学における文化芸術推進事業において、政策研究大学院大学公共政策プログラム文化政策コース「劇場活動にかかる評価リテラシー育成のための教育プログラムの開発 ― 自己評価ガイドブックの作成及び調査アプリの開発 ―」(2年目)が採択されました。


■事業のねらい・趣旨

GRIPS のリソース(人脈、研究蓄積、施設等)を活用し、劇場活動の評価を主体的、戦略的に行える評価リテラシーを有する人材を育成するための教育プログラムを開発する。具体的には、劇場・音楽堂等で実務にあたる現職者(ミッドキャリア)を対象とし、自己評価に焦点化し、評価リテラシーに不可欠な知識・考え方・分析手法、及び事例研究を主軸とした教育プログラムの開発・実施を通じて、「文化のニーズをくみとり、説明責任が果たせる」次世代リーダーを育成する。この教育プログラムには、補完的ツールとしての調査アプリの開発も含む。

■ 対象者

全国の劇場・音楽堂等で事業運営に携わる実務家

※7館~8館程度との連携を想定、各劇場より研修生(1-2 名)を受入

※原則ウェブでの参加を想定

■ 事業期間

令和 2 年度~令和 4 年度(3 年間を想定)

■ 実施体制

政策研究大学院大学 文化政策コース(文化政策チーム)

■ 概

各受講者は 3 年間を通じて参加することを想定している。


1年目:特別講座のストリーミング配信、自己評価作業開始及びグループ会議(ウェブ)調査アプリ開発開始及びデモンストレーションセミナー、シンポジウム


2年目:特別講座の取りまとめ(自己評価ガイドブック I 作成)、自己評価試行、データベース化準備及びグループ会議(ウェブ)、調査アプリ実装、改良、デモンストレーションセミナー、国際シンポジウム


3年目:自己評価ガイドブック I 公開、自己評価事例のデータベース化、留意点等をまとめたガイドブック II 作成、調査アプリ完成、デモンストレーションセミナー、国際シンポジウム(※事業終了後、速やかに、ガイドブック II 及び調査アプリを無料で公開)



協力劇場のみなさま、特別講師の先生方、アドバイザリーのみなさま、関係者のみなさま、あらためまして、どうぞよろしくお願いいたします。

■研修事業に関するページは コチラ

2017-2019年度研修事業成果ハンドブックは コチラ


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